Was die EU-KI-Verordnung für Vermieter bedeutet

Seit August 2026 gelten die Transparenzpflichten des AI Act. Wer Gästen einen KI-Chat anbietet, muss drei Dinge beachten. Keine Panik – es ist weniger, als es klingt.

7 minTheresia Rüf

Die EU-KI-Verordnung (AI Act) ist seit dem 1. August 2024 in Kraft, ihre Pflichten gelten stufenweise. Für Vermieter ist ein Datum relevant: Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten nach Artikel 50. Sie betreffen jeden, der Menschen mit einem KI-System interagieren lässt – also auch einen Gäste-Chat.

Bin ich überhaupt betroffen?

Wenn Sie Ihren Gästen einen Chat anbieten, der von einer KI beantwortet wird, sind Sie „Betreiber“ im Sinne der Verordnung – nicht „Anbieter“. Der Anbieter ist, wer das System entwickelt (bei HejGast: HeJaa e.U.). Als Betreiber treffen Sie deutlich weniger Pflichten. Die wichtigste: Ihre Gäste müssen wissen, dass sie mit einer KI sprechen.

Die drei Punkte, die zählen

  1. Kennzeichnung. Der Gast muss erkennen können, dass er mit einem KI-System interagiert – spätestens bei der ersten Interaktion, es sei denn, es ist ohnehin offensichtlich. Ein Hinweis im Chat („KI-Antwort – kann Fehler enthalten“) und auf dem Aufsteller erfüllt das.
  2. Kein Täuschen. Der Chat darf nicht so tun, als wäre er ein Mensch. Ein Name wie „Concierge“ ist in Ordnung; ein erfundener Mitarbeiter mit Foto wäre es nicht.
  3. Datenschutz bleibt Datenschutz. Der AI Act ersetzt die DSGVO nicht. Für die Daten Ihrer Gäste brauchen Sie weiterhin eine Datenschutzerklärung und – wenn ein Dienstleister die Daten verarbeitet – einen Auftragsverarbeitungsvertrag.

Was nicht auf Sie zukommt

Ein Gäste-Concierge ist kein „Hochrisiko-System“. Sie brauchen keine Konformitätsbewertung, keine Registrierung, keine Risikomanagement-Dokumentation. Das gilt für Systeme in Bereichen wie Personalauswahl, Kreditvergabe oder kritischer Infrastruktur – nicht für die Frage, wann der Bäcker aufhat.

Wie HejGast das umsetzt

  • Jede Antwort trägt den Hinweis „KI-Antwort · kann Fehler enthalten“ – in der Sprache des Gastes.
  • Der Aufsteller nennt HejGast als KI-Concierge.
  • Die Datenschutzerklärung ist in sechs Sprachen direkt im Chat.
  • Sie bekommen einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO im Gastgeber-Bereich.
  • Der Concierge gibt sich nie als Mensch aus. Wenn ein Mensch übernimmt (Ihre Antwort auf eine Rückfrage), ist das als solche gekennzeichnet.

Kurz: Wenn Sie HejGast einsetzen, sind die Transparenzpflichten erfüllt, ohne dass Sie etwas tun müssen. Wenn Sie ein anderes System einsetzen, prüfen Sie die drei Punkte oben.

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Stand Juli 2026. Quelle: Verordnung (EU) 2024/1689, Art. 50 und Art. 113.

Mehr dazu: HejGast für Ferienwohnungen · Was eine digitale Gästemappe kann · Preise

Probieren Sie es einen Monat lang aus.

Erster voller Monat kostenlos, danach monatlich kündbar. Die Einrichtung ab 190 € netto einmalig übernehmen wir mit Ihnen – Sie füllen nur den Fragebogen aus.